79-jährige Frau kommt bei Wohnhausbrand ums Leben

Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehr kommt für die Seniorin jede Hilfe zu spät 
Einsatz am 22. Dezember 2011

Traunreut. Bei einem Wohnhausbrand am Donnerstagabend (22.12.2011) in Matzing kam eine 79-jährige Frau ums Leben. Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehren konnte die Seniorin nur noch tot aus dem, in Flammen stehenden Erdgeschoss geborgen werden. Bei den Löscharbeiten wurde auch ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen der Kriminalpolizei dürfte eine unbeaufsichtigte Kerze Auslöser für das Feuer gewesen sein.

Kurz vor 21 Uhr bemerkte ein Anwohner den Brand in dem Wohnhaus an der Hochfellnstraße, versuchte noch selbst mit einem Feuerlöscher das Feuer einzudämmen und verständigte über Notruf die Feuerwehren. Die Integrierte Leitstelle Traunstein alarmierte um 21.07 Uhr die Feuerwehren Matzing, Traunwalchen, Traunreut, Nußdorf und etwas später zur Unterstützung die Wehr aus Stein. Die ersten Löschtrupps waren wenige Minuten nach dem Alarm am Brandort. Das Erdgeschoss stand zu diesem Zeitpunkt lichterloh in Flammen. Die Fensterscheiben waren geborsten und Flammen loderten heraus. Löschtrupps mit Atemschutzgeräten rückten im Innenangriff vor, denn die 79-Jährige galt als vermisst. Nach kurzer Zeit fanden die Feuerwehrler die alte Frau in dem völlig verrauchten und teilweise noch brennenden Erdgeschoss und trugen den leblosen Körper ins Freie. Der Notarzt konnte nur noch den Tod der 79-Jährigen feststellen. Zeitgleich wurden alle weiteren Bewohner aus dem Gebäude evakuiert. Sie blieben unverletzt.

Die weiteren Nachlöscharbeiten dauerten bis nach Mitternacht und gestalteten sich schwierig, da Fehlböden und Holzdecken in dem älteren Gebäuden eine genaue Kontrolle nach versteckten, glimmenden Glutnestern notwendig machte. Dazu wurde auch eine Wärmebildkamera eingesetzt. Ebenso wurde das Gebäude mit Belüftungsgeräten rauchfrei gemacht. Nach einstündigem Einsatz waren Ober- und Dachgeschoss rauchfrei, jedoch bestand aufgrund der schwer in Mitleidenschaft gezogenen Holz- und Fehlböden Einsturzgefahr.

Ein Feuerwehrmann zog sich bei den Löscharbeiten leichte Verletzungen zu und wurde vom BRK-Rettungsdienst vor Ort behandelt. Eine stationäre Einweisung ins Krankenhaus war aber nicht notwendig. Im Einsatz waren neben den fünf Feuerwehren mit rund 100 Mann auch zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie die Schnelleinsatzgruppe des Roten Kreuzes und der Einsatzleiter Rettungsdienst. Während der Löscharbeiten war die Bundesstraße 304 in beiden Richtungen komplett gesperrt.

Wie es zu dem verheerenden Feuer und zum tragischen Tod der 79-jährigen Bewohnerin kommen konnte, dazu hat der Kriminaldauerdienst noch in der Nacht mit den Ermittlungen begonnen. Brandfahnder der Kripo Traunstein setzten diese am Tag nach dem Brand fort. Nach ersten Erkenntnissen war eine Kerze Ursache für das Feuer. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Feuerwehr auf mindestens 100.000 Euro. 

Text: Peter Volk          Bilder: © Peter Volk