Großbrandalarm: Starke Rauchentwicklung - Schwelbrand in Tennenboden  
Einsatz am Sonntag, 25.5.14

Chieming/Nußdorf. Großalarm für die Feuerwehren am Sonntag (25.5.14) kurz vor 16 Uhr: Nachdem die 50-jährige Besitzerin eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens in Grilling Brandgeruch bemerkt hatte, rief sie über Notruf die Feuerwehr zu Hilfe. Die Eigentümer stellten fest, dass die Tenne stark verraucht war, konnten eine Ursache dafür aber zunächst nicht ausmachen. Die Integrierte Leitstelle Traunstein beorderte zunächst die Feuerwehren Hart und Matzing an die Brandstelle. Diese forderten nach einer ersten Erkundung die Unterstützung der Wehren aus Chieming, Seebruck, Stein, Traunreut, Matzing, Traunwalchen, Traunstein und Nußdorf an, da sie die Situation insgesamt als gefährlich einstuften. Aus dem Tennenboden stieg Brandrauch auf, darunter schien sich ein Schwelbrand großflächig ausgebreitet zu haben. Mit Motorsägen wurde der Holzboden großflächig aufgeschnitten. Das Isoliermaterial, insbesondere Styropor war angesengt. Zeitgleich wurden vorsorglich Schlauchleitungen verlegt, um im Fall eines plötzlichen Brandausbruches gerüstet zu sein. Offene Flammen gab es jedoch nicht.
Der Brandrauch wurde mit Belüftungsgeräten aus dem Gebäude geblasen. Die Feuerwehrler arbeiteten mit Atemschutzgeräten, um sich selbst vor dem Rauch zu schützen. 

Etwa eine Stunde nach Alarmierung konnte Entwarnung gegeben werden. Wärmebildkameras zeigten, dass keine gefährliche Hitzeentwicklung mehr gegeben war. Der Großteil der Wehren konnte wieder abrücken, nur die Floriansjünger aus Hart und Chieming blieben als Brandwache und zur Kontrolle noch bis zum Abend am Brandort. Neben den rund 160 Feuerwehrmännern und –frauen waren auch zwei Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes und ein Notarzt im Einsatz. Der Rettungsdienst musste jedoch nicht eingreifen. Verletzt wurde niemand. Auch Tiere kamen nicht zu Schaden. 

 

Der Einsatzleitung der Feuerwehr Hart standen Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein, mehrere Kreisbrandmeister und die Unterstützungsgruppe „Örtliche Einsatzleitung“ (UG-ÖEL) zur Seite. Die Höhe des entstandenen Sachschaden kann noch nicht beziffert werden, wird von der Feuerwehr-Einsatzleitung jedoch auf mindestens 10.000 Euro geschätzt. Die Feuerwehr vermutet einen technischen Defekt - einen Kabelbrand - als Ursache des Schwelbrandes.

Text und Bilder: Peter Volk