Tragischer Verkehrsunfall forderte drei Todesopfer - Unfall auf Staatsstraße bei Egerer

Einsatz am Montag, 29.06.15

Chieming. Drei Todesopfer – zwei Männer und eine Frau – sowie ein Schwer-verletzter sind die schreckliche Bilanz eines schweren Verkehrsunfalles auf der Staatstraße 2095 bei Egerer am Montagmorgen (29.6.15). Ein 24-jähriger Mann slowakischer Nationalität fuhr mit seinem Opel Astra von Chieming kommend in die bevorrechtigte Staatstraße ein und übersah vermutlich den aus Seebruck kommenden Iveco-Kleintransporter. Dieser konnte nicht mehr bremsen und ausweichen und stieß mit großer Wucht in die Fahrerseite des Pkw. Der 24-jährige Slowake war vermutlich sofort tot; sein 36-jähriger Beifahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Eine 24-jährige Frau, die sich ebenfalls im Fahrzeug befand konnte an der Unfallstelle zunächst reanimiert werden, erlag jedoch kurz nach Einlieferung ins Klinikum Traunstein ihren schweren Verletzungen. Der 23-jährige Fahrer des Kleintransporters wurde mit schweren Verletzungen ebenfalls ins Klinikum Traunstein gebracht.

 

Der schwere Unfall ereignete sich gegen 5.30 Uhr. Bei der Alarmierung der Rettungskräfte wurde zunächst der Kreisverkehr bei Laimgrub als Unfallstelle gemeldet. Dort jedoch war von einem Unfall nicht zu sehen, sondern mehrere hundert Meter weiter am Ortsanfang von Egerer. Die Wucht des Zusammenpralls der beiden Fahrzeuge war so heftig, dass der mit drei Personen besetzte Pkw rund 50 Meter weit eine Böschung hinab und gegen eine Hecke geschleudert wurde. Der Kleintransporter schleuderte rund 100 Meter weiter, kippte zur Seite um und blieb neben der Fahrbahn an der Böschung liegen. Die drei Insassen des Pkw waren im Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr Chieming, die zuerst an der Unfallstelle eintraf, setzte hydraulische Rettungsgeräte ein, um den Beifahrer und die junge Frau aus dem Fahrzeug befreien zu können. Gleichzeitig wurde die Feuerwehr Nußdorf nachalarmiert, um einen weiteren Rettungssatz zur technischen Hilfe und Rettung der eingeklemmten Personen zur Verfügung zu haben. Für die beiden Männer kam jede Hilfe zu spät. Sie verstarben am Unfallort. Bei der Frau wurde unmittelbar nach der Befreiung aus dem Fahrzeug mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen. Unter laufender Reanimation wurde sie ins Klinikum Traunstein gebracht, doch die Mühen von Notarzt und BRK Rettungsdienst waren vergebens. Sie erlag kurz nach Eintreffen im Klinikum ihren Verletzungen. Der 23-jährige schwerverletzte Fahrer des Kleintransporters war zunächst noch ansprechbar, fiel jedoch in Bewusstlosigkeit und wurde nach notärztlicher Versorgung an der Unfallstelle mit einem BRK-Rettungswagen ins Klinikum Traunstein gebracht.     

 

Alle drei Verstorbenen stammen aus der Slowakei und hatten erst seit wenigen Wochen gemeinsam in Chieming gewohnt. Zum Unfallzeitpunkt waren sie auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle in Eggstätt.

 

Die Feuerwehren Chieming und Nußdorf, die mit rund 40 Mann im Einsatz waren,  sorgten neben der Rettung der Schwerverletzten aus den Unfallfahrzeugen für die Absicherung der Unfallstelle, die Straßensperrung und Verkehrslenkung, ebenso für die Reinigung der Unfallstelle und das Binden und Beseitigen ausgelaufener Betriebsstoffe. Von Seiten des Rettungsdienstes wurden drei Notärzte, fünf BRK-Rettungswagen und die Sanitätseinsatzleitung mit Leitendem Notarzt und Einsatzleiter Rettungsdienst an die Unfallstelle beordert. Augenzeugen und Ersthelfer wurden von drei Mitarbeitern des Kriseninterventionsdienstes betreut. Insgesamt waren 22 BRK-Einsatzkräfte vor Ort.   

 

Die Staatsstraße musste zwischen Laimgrub und Egerer für rund vier Stunden komplett gesperrt werden. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Sicherstellung der Unfallfahrzeuge und einen Sachverständigen für die Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtens an. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.

 

Die Unfallaufnahme erfolgte durch Beamte der Polizeiinspektion Traunstein. Dazu wurde auch ein Polizeihubschrauber angefordert, der Luftbilder der Unfallstelle fertigte und den Sachverständigen unterstützte.

 

Text: Peter Volk / Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Bilder: Peter Volk